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Devisenkonto / Fremdwährungskonto

Was sind Devisenkonten/Fremdwährungskonten?

Ein Fremdwährungskonto ist ein Bankkonto, das nicht in Euro, sondern in einer ausländischen Währung geführt wird. Wie ein normales Girokonto oder ein Tagesgeldkonto ist auch ein Fremdwährungskonto täglich verfügbar. Im Normalfall ist die Einrichtung ab einer Geldanlage zwischen 500 und 10.000 Euro möglich. Fremdwährungskonten werden nicht in jeder Währung angeboten. Welche Währungskonten geführt werden, hängt von der jeweiligen Bank ab. Allerdings werden die gängigsten Fremdwährungen wie US-Dollar, Britischen Pfund, Schweizer Franken und Japanischer Yen von nahezu allen Banken angeboten.

Wie werden Fremdwährungskonten geschäftlich eingesetzt?

Bei international agierenden Unternehmen, die viele Zahlungseingänge und -ausgänge in fremden Währungen durchführen, sind Fremdwährungskonten ein Muss. Über diese auch als Devisenkonten bezeichneten Konten lassen sich Transaktionen zwischen verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Währung viel leichter abwickeln. Deswegen ist es für Deutschland, dass ja bekanntlich Exportweltmeister ist, unerlässlich, dass die exportierenden Unternehmen und natürlich auch die importierenden bei ihren Hausbanken mindestens ein Fremdwährungskonto führen. Deswegen steigt die Zahl der Fremdwährungskonten auch stetig an.

Das Fremdwährungskonto ist im geschäftlichen Bereich heute fast unverzichtbar und bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Zahlungen zügig abzuwickeln. Wer das Geld auf dem Fremdwährungskonto dann im Inland benötigt, muss hohe Gebühren zahlen und zudem das Wechselkursrisiko selbst tragen.

In den letzten Jahren interessieren sich aber auch deutlich mehr Privatanleger für ein Fremdwährungskonto, weil es sinnvoll sein kann, wenn Börsenaktivitäten in anderen Währungen als dem Euro erfolgen. Devisenkonten werden zunehmend auch von Anlegern genutzt, die mit der Anlage in fremden Währungen einfach nur Geld verdienen wollen.

Wie funktioniert ein Fremdwährungskonto?

Der Kontoinhaber überweist einen bestimmten Euro Betrag auf das Devisenkonto, das am besten vergleichbar mit einem Tagesgeldkonto ist. Es kann zum Beispiel kein Bargeld eingezahlt und auch nicht abgehoben werden, Scheckeinreichungen und Überweisungen sind nur beschränkt möglich. Im Prinzip ist der einzige Unterschied, dass das Guthaben eben nicht in Euro, sondern in der fremden Währung dargestellt wird. Das Guthaben wird wie bei einem Tagesgeldkonto verzinst und die Höhe der Zinsen hängt von der Volatilität der Währung ab. Als Faustregel gilt hier, je volatiler die Währung, desto höher der Zins. Dabei muss man als Anleger aber auch wissen, dass die höheren Zinsen bei einer sehr volatilen Währung bei einem Kursverfall komplett zunichtegemacht werden können. Für einige stabile Währungen wie US-Dollar oder Japanischer Yen wird keine Verzinsung angeboten.

In Abhängigkeit davon, wann das Geld überwiesen wird, kann der Kontoinhaber aber von Kursschwankungen profitieren und er ist nicht mehr so abhängig vom Euro, außerdem lassen sich auf diese Art Kursverluste vermeiden. Im internationalen Geschäftsgebaren sind Fremdwährungskonten etwas Normales und eine Notwendigkeit.

Private Anleger bauen auf Devisenkonten

Seit Beginn der Eurokrise zieht es aber nun auch immer mehr Anleger hin zu alternativen Anlagen, wie eben zum Beispiel das Fremdwährungskonto für Schweizer Franken. Wie sich Währungen in der Zukunft jedoch entwickeln, lässt sich nur sehr schwer vorhersagen. Von daher gehört das Fremdwährungskonto zu den sehr spekulativen Anlagen, die mit einem hohen Risiko behaftet sind. Viele Anleger wissen nicht um die Risiken, die ein Fremdwährungskonto mit sich bringt und das diese Form der Geldanlage hoch spekulativ ist.

Für das Führen eines Fremdwährungskontos verlangen die Banken auch oft Kontoführungsgebühren, die deutlich über dem Preis liegen können, was die Kontoführung eines Kontos in Euro kostet.

Anbieter von Fremdwährungskonten

Zu den Geldhäusern in Deutschland, die Fremdwährungskonten anbieten gehört die comdirect Bank, die DAB, Cortal Consors und die Postbank. Es gibt aber auch etliche Banken, die kein Fremdwährungskonto anbieten. Für den Privatanleger ist die Eröffnung eines Fremdwährungskontos normalerweise an die Eröffnung eines Wertpapierdepots bei einem der genannten Online Broker gebunden, für das Gebühren gezahlt werden müssen, während das Fremdwährungskonto dann gebührenfrei ist. Es gibt allerdings auch Anbieter, die für die Kontoführung Gebühren erheben oder beim Tausch in eine andere Währung Konvertierungsgebühren berechnen. Grundsätzlich ist die Kontoführung eines Fremdwährungskontos nicht ohne Gebühren machbar, bis zu 20 Euro monatlich kann man rechnen. Vor der Eröffnung eines Fremdwährungskontos empfiehlt sich eine Fremdwährungskonto Vergleich, ähnlich wie man das vom deutschen Girokonto oder vom Tagesgeldkonto kennt. Einen Überblick über die Angebote an Fremdwährungskonten bietet unser folgender Vergleich:

Broker comdirect bank Fremdwährungskonten Cortal Consors Währungskonten S-Broker Währungskonten ViTrade Währungskonto Brokerjet Fremdwährungskonten
Währungskonto in Guthabenzins
Unsere
Empfehlung
       
AUD Australische Dollar - - 0,00 % p.a. - -
CAD Kanadischer Dollar - - 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. -
CHF Schweizer Franken 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a.
CZK Tschechische Krone 0,00 % p.a. - - - -
GBP Britisches Pfund 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a.
HKD Hongkong-Dollar - - 0,00 % p.a. - -
HRK Kroatischer Kuna - - - - 0,00 % p.a.
HUF Ungarischer Forint 1,50 % p.a. - - - 0,00 % p.a.
JPY Japanischer YEN 0,00 % p.a. - 0,00 % p.a. - -
MXN Mexikanischer Peso 0,00 % p.a. - - - -
NOK Norwegische Krone 0,50 % p.a. - 0,00 % p.a. - -
NZD New Zealand Dollar - - 0,00 % p.a. - -
PLN Polnischer Zloty 0,50 % p.a. - 0,00 % p.a. - 0,00 % p.a.
SEK Schwedische Krone - - 0,00 % p.a. - -
TRY Türkische Lira 1,00 % p.a. - 0,00 % p.a. - -
USD US-Dollar 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a. 0,00 % p.a.
ZAR Südafrikanischer Rand 3,00 % p.a. - 0,00 % p.a. - -
Konto-/Depotführung kostenlos kostenlos kostenlos 2,50 Euro pro Monat kostenlos
Konvertierungsentgeld 1,00 % Abhängig von Tag/Währung 0,02-0,1 % 0,00 % 0,25 %
Voraussetzungen Verrechn.-
konto
Depot Depot Depot Depot
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Risiken von Fremdwährungskonten

Grundsätzlich bietet ein Fremdwährungskonto nicht die optimale Sicherheit. Wer als Anleger Geld auf Fremdwährungskonten in Deutschland anlegen will, sollte vorab verschiedene Anbieter vergleichen und das Kleingedruckte im Vertrag genau lesen, bevor der Vertrag rechtsgültig unterschrieben wird. Der Inhaber eines Fremdwährungskontos macht zum Beispiel alle Kursschwankungen mit. Auch die Zinsschwankungen können nicht unerheblich sein. Experten und Verbraucherschützer warnen und sagen, dass an diesen Konten nur die Emittenten wirklich Geld verdienen. Neben den Wechselkursschwankungen muss auch die mögliche Inflation berücksichtigt werden. Beim Euro geht man davon aus, der der aufgrund der Inflation jährlich ungefähr drei Prozent seiner Kaufkraft einbüßt. Bei einer fremden Währung wie zum Beispiel der Türkischen Lira kann diese Einbuße um ein Vielfaches höher sein.

Wenn ein Fremdwährungskonto aufgelöst wird, zahlt die Bank dem Kunden Euros auf der Basis der aktuellen Wechselkurse aus, auch hier sind Verluste vorprogrammiert.

Darüber hinaus sollten Anleger, die Geld auf einem Fremdwährungskonto anlegen möchten, wissen, dass die Einlagensicherung bei Fremdwährungskonten nicht so wie bei einem Tagesgeldkonto funktioniert. Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken deckt nur die Einlagen in Euro oder die Einlagen in der Währung eines Mitgliedsstaates der EU ab. Inwieweit die ausgewählte Bank möglicherweise einer anderen Einlagensicherung zugeordnet ist, muss der Anleger herausfinden.

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) kommt nur für Einlagen auf, die in Euro oder einer anderen Währung eines EU-Mitgliedsstaates unterhalten werden. Gegebenenfalls ist das betreffende Institut aber einer anderen gesetzlichen Einlagensicherung zugeordnet.

Die Besteuerung von Fremdwährungskonten

Kursgewinne auf Fremdwährungskonten sind nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr steuerfrei, falls auf das Fremdwährungsguthaben keine Zinsen gezahlt wurden. Analog dazu sind auch Verluste steuerlich nicht absetzbar. Für Gewinne aus Kurssteigerungen bei einem verzinsten Fremdwährungskonto und die Zinserträge an sich gilt die Abgeltungssteuer. Das heißt, der Anleger muss 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an den Fiskus abtreten. Allerdings können Erträge im Rahmen des Sparerpauschbetrages sowie mit einer Nichtveranlagungsbescheinigung von der Abgeltungssteuer freigestellt werden.

Fazit

Ein Fremdwährungskonto ist, wenn überhaupt, nur etwas für den spekulativen Privatanleger. Die Chancen damit viel Geld zu verdienen sind deutlich geringer, als mit dem Fremdwährungskonto Verluste zu erleiden. Wer sich vor einer möglichen Inflation schützen möchte, sollte sein Geld nicht auf einem Fremdwährungskonto anlegen, sondern besser in Sachwerte wie Immobilien investieren. Selbst Aktien sind sicherer, denn sie stellen einen Sachwert dar.

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