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Firmentagesgeld

Tagesgeldkonten für Firmen, Selbstständige und Freiberufler

Gerade bei Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern liegen oftmals größere Beträge - wenngleich auch nur für kurze Zeit - als frei verfügbare Liquidität auf dem Girokonto. Hier bietet sich die Nutzung entsprechender Angebote für Firmentagesgeld an, um diese Beträge verzinsen zu lassen. Der Unterschied zwischen "normalen" Tagesgeldkonten für Verbraucher und einem Firmentagesgeldkonto liegt meist in der höheren maximalen Anlagesumme sowie der uneingeschränkten täglichen Verfügbarkeit. Während Verbraucher beispielsweise beim 1822direkt Tagesgeld täglich maximal 25.000 Euro aufs Referenzkonto überweisen können (für die meisten reicht dies ja auch völlig aus), kann beim Firmentagesgeld täglich über das gesamte Guthaben verfügt werden. Das ist wichtig, wenn beispielsweise größere Summen angelegt werden, die dann auf einen Schlag - etwa zum Bezahlen von Lieferantenrechnungen oder Löhnen - benötigt werden.

Unser nachfolgender Vergleich zeigt Ihnen eine Auswahl an Firmentagesgeldern sowie deren Konditionen:

Firmentagesgeldkonten im Vergleich

Anbieter Zinssatz (p.a.) Mindest-
einlage
Maximal-
einlage
Gültigkeit
Zinssatz
Zins-
intervall
Einlagen-
sicherung
Sonstiges Kontoantrag
2,70 % nein nein bis auf
Weiteres
jährlich 430 Mio. Euro Für juristische Personen und Personengesellschaften Kontoantrag »
1,00 bis
1,75 %
nein nein bis auf
Weiteres
jährlich 1,21
Mrd. Euro
Business-Girokonto
erhältlich
Kontoantrag »
1,40 % nein 10 Mio. Euro bis auf
Weiteres
jährlich 1,01
Mrd. Euro
0,25% p.a. oberhalb von 10 Mio. Euro Kontoantrag »
1,30 % nein 5 Mio.Euro bis auf
Weiteres
monatlich 290,00
Mio. Euro
Oberhalb von 5 Mio. Euro Zinssatz auf Anfrage Kontoantrag »
0,60 bis
0,90 %
10.000
Euro
nein bis auf
Weiteres
monatlich unbegrenzt   Kontoantrag »
Stand: 04.02.2012

Einsatz von Firmentagesgeld

Aus eigener Praxis nachfolgend noch ein Beispiel für den sinnvollen und langfristigen Einsatz von Firmentagesgeld als Steuerrücklage:

Aus Steuerbescheiden vergangener Geschäftsjahre bzw. der Hochrechnung der Steuerlast für das laufende Jahr kann jeder Selbstständige berechnen, welchen Gewinnanteil er später im Rahmen der Jahressteuererklärung nachzahlen muss bzw. wie hoch die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer sein werden. Für die Bildung einer Rücklage für derartige Nach- bzw. Vorauszahlungen bietet sich ein Firmentagesgeldkonto wie in unserem Vergleich an. Im laufenden Jahr kommt der geschätzte bzw. bekannte Steuersatz als Anteil vom Gewinn auf dieses Tagesgeldkonto und zum Ende der Jahres die frei verfügbare Liquidität.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres wird ein zweites Tagesgeldkonto für die Steuerrücklage dieses Jahres eröffnet. Steuernachzahlungen des Vorjahres werden vom ersten Tagesgeldkonto erledigt und nach Eingang der Jahressteuerbescheinigung hat der Unternehmer so den genauen Überblick über den Nachsteuergewinn des Vorjahres und parallel dazu das für laufende Steuerzahlungen und -vorauszahlungen benötigte Geld auf dem zweiten Tagesgeldkonto. Bei Ablauf des Geschäftsjahres kann dann wieder auf das erste Firmentagesgeldkonto zurückgegriffen werden usw.

Mit dieser Vorgehensweise vermeidet man als Unternehmer Engpässe beim Ausgleich von Steuerforderungen und die damit einhergehenden Probleme mit den Finanzbehörden. Ganz nebenbei kann man noch ansehliche Zinserträge ansammeln, welche sich mit dem Geschäftskonto meist nicht annähernd erzielen lassen.