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VL-Sparen

Was sind Vermögenswirksame Leistungen?

Vermögenswirksame Leistungen sind eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Ob Arbeitnehmer darauf Anspruch haben, steht im Tarifvertrag. Wenn die Möglichkeit besteht, müssen Arbeitnehmer eigentlich nichts weiter tun, als einen Sparvertrag abschließen. Bis zu 40 Euro im Monat zahlt der Arbeitgeber. Arbeitnehmer, die Anspruch auf VL haben, können zwischen verschiedenen Anlagemöglichkeiten wählen.

  • Bausparvertrag
  • Banksparplan
  • Aktienfondssparplan
  • Betriebliche Altersvorsorge
  • Tilgung eines Bauspardarlehens

Neben den VL-Leistungen, die der Chef zahlt, sind weitere Zuschüsse möglich. Der Staat fördert unter bestimmten Voraussetzungen das VL-Sparen.

Wer hat Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen?

Einen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen haben Arbeitnehmer, Beamte, Richter und Soldaten sowie Auszubildende. Wer in Teilzeit arbeitet, bekommt die Leistungen anteilig. Selbstständige, Freiberufler und Rentner können keine VL bekommen!!!

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Stand: 21.09.2020
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Wie kommt man zu den vermögenswirksamen Leistungen?

Ganz nach den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben kann ein VL-Sparplan abgeschlossen werden. Eine Kopie des Vertrages bekommt der Arbeitgeber, der dann ab dem Folgemonat die monatliche Sparrate direkt in den Sparvertrag überweist. Wie hoch die Sparrate ausfällt, ist abhängig von den Leistungen des Arbeitgebers. Manche zahlen den Höchstbetrag von 40 Euro andere weniger. Hier hat der Arbeitnehmer dann die Möglichkeit selbst bis zum Höchstbetrag aufzustocken. Auch wer kein Geld vom Arbeitgeber bekommt, kann am VL-Sparen teilnehmen, indem ein Vertrag abgeschlossen und der monatliche Beitrag vom Lohn abgezogen wird.

Wie lange läuft ein VL-Sparvertrag?

Ein VL-Sparvertrag läuft immer über sechs Jahre und ist im Anschluss für ein Jahr gesperrt. Anschließend kann der Sparer frei über das Geld verfügen. Ein empfehlenswertes Produkt für einen VL-Sparvertrag ist der VTB VL-Sparplan der VTB Direktbank, dessen Konditionen wir Ihnen hier vorstellen:

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Staatliche Förderung durch Arbeitnehmersparzulage

VL-Berechtigte, die sich für einen Bausparvertrag, einen Aktienfonds oder die Tilgung eines Bauspardarlehens entscheiden, haben zusätzlich Anspruch auf staatliche Förderung in Form der Arbeitnehmersparzulage, wenn die Bedingungen erfüllt sind. Bei Aktienfonds darf das Einkommen in den sieben Jahren nicht höher als 20.000 Euro (Ehepaare das Doppelte) sein. Sind Sparer bezugsberechtigt, zahlt der Staat allen VL-Sparern, die mit Aktienfondssparplänen gespart haben, zusätzlich 20 Prozent auf maximal 400 Euro Einzahlung pro Jahr, was 80 Euro entspricht.

Für Bausparverträge gibt es eine staatliche Förderung in Höhe von 9 % für Beiträge bis 470 Euro, was 43 Euro entspricht. Hier ist die Anspruchsvoraussetzung, dass der VL-Sparer nicht mehr als 17.900 Euro Einkommen jährlich verdient (Ehepaare das Doppelte).

Darüber hinaus können Bausparer mit VL-Bausparverträgen im besten Fall auch noch eine Wohnungsbauprämie mitnehmen. Seit 2009 gibt es die staatliche Wohnungsbauprämie aber nur dann, wenn der Bausparvertrag zum Kauf oder Bau von Wohneigentum oder für wohnungswirtschaftliche Zwecke verwendet wird.

Welche Sparform eignet sich für wen?

Für Arbeitnehmer, die sich ohnehin mit der Absicht tragen, Wohneigentum zu schaffen, ist die Anlage der VL in einem Bausparvertrag die ideale Verwendung.

Sparer, die neben den Leistungen der VL auch noch von steigenden Aktienkursen profitieren wollen, sind Aktienfondssparpläne zu empfehlen. Aber Achtung – hier besteht auch ein Risiko der Kursverluste. Außerdem sind nur bestimmte Aktienfonds für vermögenswirksame Leistungen zugelassen. Durch die relativ lange Sparphase können Anleger, die Aktienfonds kaufen vom Cost-Average-Effekt profitieren. Sie kaufen bei sinkenden Kursen für ihre Sparrate mehr Anteile und haben so im Schnitt höhere Renditen.

Für konservative Sparer, die entweder schon bezahltes Wohneigentum haben oder keins wollen, ist der Banksparplan eine solide Grundlage, um sich für das Alter ein kleines Vermögen aufzubauen, für das man nicht selbst sparen muss.

Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Für Arbeitnehmer liegen die Vorteile der VL eigentlich auf der Hand. Es gibt Leistungen vom Arbeitgeber und vom Staat, die zum Vermögensaufbau genutzt werden können. Wer die nicht mitnimmt, verschenkt bares Geld.

Für die Arbeitgeber, die ihren Arbeitnehmern VL zahlen, entsteht der Vorteil, dass Arbeitnehmer, die vom Chef zusätzliche Leistungen bekommen, oft höher motiviert und der Firma mehr verbunden sind, was automatisch zu besseren Leistungen führt, sodass sich die VL am Ende des Tages auch für den Arbeitgeber bezahlt machen.