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Zu viele Bankpleiten und kein Geld mehr in der US-Einlagensicherung

Vor einigen Monaten schon war offensichtlich, was eines Tages kommen würde: Die Einlagensicherung der USA, die FDIC, wird irgendwann pleite sein. Und nun ist es soweit, der Federal Deposit Insurance Corporation ist tatsächlich das Geld ausgegangen.

Zu Anfang November 2009 mussten bereits 115 Banken in den USA in den Bankrott gehen, mit aktuellem Stand von heute sind es inzwischen 120 Pleite-Banken. Das bedeutet jedoch nicht nur für Mitarbeiter jeweils den Verlust ihrer Arbeitsplätze, sondern auch für die Kunden sehr viele Verluste.


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Ein Teil des angelegten Geldes kommt jedoch über die staatliche Einlagensicherung der USA, der FDIC, wieder zu den Bankkunden zurück. Wer jedoch die Zahl von 115 in die Pleite gegangenen Banken sacken lässt, der kann sich denken, wie viel Geld die Federal Deposit Insurance Corporation dafür dann aufwenden muss, um die Kunden wenigstens in Höhe der staatlich gesicherten Einlagen auszuzahlen.

Da aber der Geldhahn nicht endlos offen ist, auch nicht bei einer Einlagensicherung, wird es nun eng für die FDIC. Damit jedoch nicht wieder der Staat mit noch mehr Steuergeldern in die prekäre Lage der US-Einlagensicherung eingreifen muss, hat die Federal Deposit Insurance Corporation nun eine andere Lösung gefunden. Diese mutet sehr seltsam an und hat, zumindest einen kleinen, faden Beigeschmack.

Die Tatsache, dass die Einlagensicherung der USA zum ersten Mal in ihrer Geschichte überhaupt in die roten Zahlen abrutscht, zeigt jedoch, dass du außergewöhnlichen Mitteln gegriffen werden muss, um die FDIC retten zu können. In den USA sind durch die Federal Deposit Insurance Corporation die einzelnen Bankkonten mit je 250.000 US Dollar abgesichert. Experten gehen davon aus, dass es für das laufende Jahr 2009 jedoch nicht bei den 120 Pleite-Banken bleiben wird, sondern bis Jahresende noch die eine oder andere der 8.200 US-Banken, welche durch die FDIC abgesichert sind, in den Bankrott gehen könnte.

Damit jedoch wieder Gelder vorhanden sind, hat die Federal Deposit Insurance Corporation nun von all ihren Mitgliedsbanken die Beiträge für die kommenden drei Jahre im Voraus verlangt. Das ist ein Novum, um dafür zu sorgen, damit die US-Einlagensicherung nicht auch in die Pleite gehen muss, aber auch ohne neue Finanzspritzen aus staatlicher Hand weitermachen kann.

Die „Vorkasse“ wird um die 45 Milliarden US Dollar in die Kassen der FDIC bringen. Jedoch ist auch dies nur ein Tropfen auf den heißen Stein, da die Federal Deposit Insurance Corporation davon ausgeht, dass in den kommenden Jahren noch einige Bankpleiten auf dem Programm stehen werden. Im Moment wird von einer Summe von 100 Milliarden US Dollar ausgegangen, welche die Bankpleiten vom Jahr 2009 bis einschließlich dem Jahr 2013 kosten werden.

Die Finanzmärkte der USA sind offensichtlich auch weiterhin stark durch die Immobilienkrise und die daraufhin folgende Finanzkrise beschädigt. Während Eurostat heute für die Euro-Zone endlich das Ende der Rezession verkünden und zumindest von einem leichten Wirtschaftswachstum berichten konnte, stehen die USA immer noch an einem Scheideweg.


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In Deutschland jedoch braucht sich deswegen niemand Sorgen zu machen. Der Einlagensicherungsfonds des Bankenverbandes sowie die anderen Sicherungseinrichtungen auf freiwilliger Basis haben keine finanziellen Probleme, und Bankenpleiten kommen bei uns nur selten vor.

Das bedeutet zugleich auch: Dass bei einer Bank, die in einem der freiwilligen Einlagensicherungsfonds abgesichert ist eine weitaus höhere Einlagensicherung vorherrscht als nur die gesetzlich vorgeschriebenen 50.000 Euro. Deshalb braucht niemand sein Geld unter die Matratze zu legen, sondern kann es getrost auf die Bank bringen, zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto oder als Festgeldanlage. Im unwahrscheinlichen Falle ist das Geld dann zweifach abgesichert: durch die gesetzliche Einlagensicherung und – bei Mitgliedschaft der kontoführenden Bank – durch einen der gesetzlichen Sicherungsfonds bzw. Haftungsverbunde.

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