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Tagesgeldzinsen derzeit sehr unterschiedlich

Während es in anderen Zeiten oft ein sehr ähnliches Zinsniveau für angelegte Tagesgelder gab, sieht die Lage im Moment ganz anders aus. Durch den niedrigen Leitzins von 1,00 Prozent haben viele Banken ihre Zinsen für Tagesgeldkonten zum Teil massiv gesenkt. Im aktuellen Zinsranking der FMH Finanzberatung liegt der Höchstzinssatz derzeit bei 2,75 Prozent (1822direkt), der Durchschnittszins von 50 verschiedenen in das aktuelle Ranking einbezogenen Tagesgeldangeboten liegt bei 1,35 Prozent.


ING-DiBa Konten & Karten
Angeführt wird das derzeitige Zinsranking für Tagesgeldkonten übrigens neben der bereits erwähnten 1822direkt von der ING-DiBa und der Bank of Scotland. Bei dem letztgenannten Geldinstitut ist jedoch zu beachten, dass die Bank of Scotland nur der britischen Einlagensicherung unterliegt, welche Einlagen bis zu einer Höhe von 50.000 britischen Pfund (derzeit rund 58.000 Euro) zu 100 Prozent absichert.

Die ING-DiBa jedoch hat ihre Einlagen zu 100 Prozent im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken versichert, was bedeutet: Sollte die ING-DiBa jemals Pleite gehen, so sind doch die Spareinlagen, die dort als Tagesgeld oder Festgeld getätigt wurden, dennoch gesichert und werden wieder ausgezahlt an die Anleger.

Und das ist Sicherheit pur für das gesparte Geld. Denn gerade die Finanzkrise und die ganze Geschichte um die isländische Kaupthing Bank, bei der die Sparer reihenweise ihr Geld verloren und Monate lang ohne Klarheit waren, ob sie ihr Geld jemals wiedersehen werden, hat gezeigt, dass Sicherheit bei der Geldanlage eine hohe Priorität haben sollte.

Auch der Fall Madoff, der mit seinem Schneeballsystem massenweise private wie auch öffentliche Anleger in den Ruin trieb, zeigt: Es ist nicht in erster Linie wichtig, dass hohe Zinsen gezahlt werden – sondern dass das Geld eine gewisse Anlagesicherheit hat.

Natürlich können auch Risikoanlagen getätigt werden, zum Beispiel durch den Kauf von Aktien. Dennoch ist ein gesunder Menschenverstand bei der Geldanlage immer auch wichtig. Und da sollte dann auch nicht auf den Finanzberater gehört werden, der zu Anlageformen rät, die völlig undurchsichtig und deren Risiken auch nicht durchschaubar sind.

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