Finanztest hat Tagesgeldkonten und Festgeldangebote getestet
Die Stiftung Warentest war schon immer gut für den Durchblick bei den vielen verschiedenen Angeboten, die es im Waren- und Dienstleistungsbereich gibt. Seitdem die renommierte Stiftung auch eine Zeitschrift für den Finanzbereich herausgibt, „Finanztest“, wurden die Tests bei Finanzprodukten und Finanzdienstleistungen noch ausführlicher – und noch aussagekräftiger.
Für die neue Ausgabe von „Finanztest“, die ab morgen im Handel erhältlich ist, hat sich die Redaktion den vielen verschiedenen Angeboten von Tagesgeld und Festgeld angenommen. Gleich 78 unterschiedliche Festgeldkonten und Tagesgeldkonten wurden dabei getestet. Dabei kamen gleich mehrere wichtige Ergebnisse heraus:
„Maximal 3,5 Prozent Zinsen für Festgeld mit einer Laufzeit von 3 Jahren – viel mehr als bei diesem Angebot der Santander Consumer Bank dürfen Anleger für eine sichere Anlage zurzeit nicht erwarten. Längere Laufzeiten bringen kaum höhere Zinsen.“, schreibt „Finanztest“ deshalb in der aktuellen Presseerklärung.
Man kann durchaus geteilter Meinung sein, ob die 4,50 Prozent pro Jahr, welche die Credit Europe Bank auf Festgeld mit zehn Jahren Laufzeit bietet (siehe dazu auch unseren Festgeld-Vergleich), als „viel mehr“ gelten oder nicht, aber es geht in der Tat noch höher und wie man dem Blog-Beitrag hier entnehmen kann, ist Festgeld derzeit bei eigentlich allen Laufzeiten rentabler als Bundesanleihen.
Die Redaktion der Zeitschrift weist jedoch hinsichtlich der derzeit niedrigen Sparzinsen darauf hin, dass es aufgrund der aktuell niedrigen Inflationsrate dennoch eine gute Realverzinsung gibt.
Dennoch gibt es derzeit laut „Finanztest“ derzeit so einige Angebote im Bereich der Anlageprodukte Festgeld und Tagesgeld, die gerade mal eben so die Inflationsrate ausgleichen. Ein „Angebot“ stellt die Zeitschrift jedoch besonders heraus – jedoch im negativen Sinne. Das „Plus Sparen fest“ der HypoVereinsbank hat mit einer Verzinsung von nur 0,4 Prozent Zinsen nur eines zu bieten für Sparer: Dass sie für ihr Sparen draufzahlen müssen.
Deshalb gibt die Stiftung Warentest den gleichen Rat, den wir bereits gegeben haben: Das Ersparte als gut verzinstes Tagesgeld anzulegen, und abzuwarten, bis die Zinsen für das Festgeld wieder steigen werden.
