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Tagesanleihe der deutschen Finanzagentur GmbH

War das Angebot der deutschen Finanzagentur GmbH bislang auf Bundesanleihen, Bundesschatzbriefe, Finanzierungsschätze und Obligationen beschränkt, so wird es ab dem 1. Juli dieses Jahres um eine so genannte Tagesanleihe erweitert.

Rein technisch verbirgt sich hinter dieser Tagesanleihe ein Tagesgeldkonto in Form einer Anleihe. Ziel der deutschen Finanzagentur ist es, den privaten und öffentlich-rechtlichen Geldhäusern Kunden streitig zu machen bzw. ein Teil des Geldes abzufassen, welches Sparer derzeit in Form von Festgeld oder Tagesgeld sicher anlegen wollen.

Die Verzinsung dieser Tagesanleihe richtet sich dabei nach dem als Eonia (Euro Overnight Index Average) bezeichneten durchschnittlichen Zinssatzes für Tagesgelder im Interbankengeschäft, also von Bank zu Bank.

Davon werden dem Anleger 92,5 Prozent angeboten, was angesichts eines aktuellen Eonia-Zinssatzes von 4,00 Prozent eine Verzinsung von 3,72 Prozent bedeutet. Die übrigen 7,50 Prozent behält der Bund ein.

Damit liegt die Tagesanleihe des Bundes im Vergleich mit den Angeboten aus unserem Tagesgeldvergleich zwar nur im unteren Mittelfeld, aber in der deutschen Bankenlandschaft macht sich trotzdem Entrüstung über diesen Vorstoß des Bundes breit, was sie vor allem damit begründen, dass die Bundesfinanzagentur im Gegensatz zu jeder anderen Bank keine Vollbanklizenz durch die Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungen (BaFin) benötigt, um derartige Produkte anbieten zu können.

Experten wie Max Herbst von der FMH Finanzberatung, einem unabhängigen Dienstleister für Finanzvergleiche, begrüßen das neue Produkt hingegen. So sieht er die Tagesanleihe „für den Kunden absolut positiv“ und prognostiziert, dass die Finanzagentur damit sehr schnell einige Milliarden Kundengelder einsammeln wird.

Mit der fixen Kopplung an den Eonia bietet die Tagesanleihe des Bundes einen ganz wichtigen Vorteil gegenüber vielen anderen Tagesgeldkonten: der Zinssatz macht Bewegungen nach oben ebenso schnell und vollständig mit wie solche nach unten. Bei vielen Kreditinstituten ist es hingegen schon zur Gewohnheit geworden, bei Senkung des Leitzinses der EZB die Tagesgeldzinsen sofort und vollständig nach unten anzupassen, während Zinserhöhungen nur verzögert und unvollständig weitergegeben werden.

Wenn Sie jetzt neugierig geworden sind, dann finden Sie alle Informationen zur Tagesanleihe unter http://www.tagesanleihe.de/. Wenn Sie die Zinsen der Tagesanleihe mit anderen Tagesgeldkonten vergleichen wollen, können Sie das in unserem Tagesgeld-Vergleich tun.


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